Benjamins BESTFORMING: Das erste Fotoshooting

Das erste Fotoshooting meines Lebens:

Das Ziel meiner Eltern: Ein bestmögliches Bild fürs Familienalbum. Damals war das etwas Besonderes: Termin im Fotostudio, Belichtung, Requisiten.

Nicht, dass das heute anders wäre, oder nichts Besonderes mehr. Der Unterschied zur Gegenwart ist nur, dass dieser Anspruch „bestmöglich“ an fast jedes Selfie bzw. Handyfoto gestellt wird. Spätestens dann, wenn es um Veröffentlichung in einem „sozialen Medium“ geht.

Dazu reicht es nicht mehr, ein gelungenes Bild aus einer Vielzahl von Aufnahmen auszuwählen. Zusätzlich kommt Photoshop zum Einsatz, um vermeintliche „Fehler“ zu korrigieren. Oder zumindest ein Filter (oder gar mehrere), der dem Bild einen besseren Look verleiht, weniger Sättigung, mehr Struktur, was auch immer.

Je besser jemand in der Postproduktion ist, desto einfacher ist es, Bilder zu produzieren, die viele „Likes“ erhalten. So ist im Laufe der Jahre aus dem Anspruch bestmöglicher Bilder etwas geworden, das sich immer weiter von der Realität entfernt hat:

Ein Bild ist nicht mehr nur ein bestmögliches Bild der Realität, sondern ein bestmöglich produziertes Bild eines bestmöglichen Bildes der Realität.

Das Problem daran: Es erhöht den Druck auf insbesondere Jugendliche, sich selbst so darzustellen, dass sie dem Vergleich mit den „Profis“ standhalten. Und da das logischerweise meist misslingt, entstehen daraus psychische Probleme, von denen ein Minderwertigkeitskomplex meist nur das erste ist. Ein ernstes Problem unserer Zeit.

Wie aber passt all das jetzt mit BESTFORMING zusammen, wenn ich selbst bei der Beschreibung meiner eigenen Bestform ständig das Wort „bestmöglich“ verwende?

Die Antwort: Bestmöglich muss stets etwas Individuelles sein, und etwas, was ehrlich ist.

Ehrlich zu Dir selbst, aber auch gegenüber anderen. Wenn Du alles dafür tust, um ein Ziel bestmöglich zu erreichen, und dabei ehrlich zu Dir selbst bist, dann kannst Du und darfst Du zufrieden mit Dir sein, unabhängig davon, was Du vielleicht auf irgendeinem Bild irgendeiner Internet-Berühmtheit gesehen hast. Nicht das Streben nach Selbstoptimierung ist das Problem, sondern die Orientierung an unrealistischen Idealen.


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Dr. Benjamin Erhardt ist Familienvater, Unternehmer und Statistiker. BESTFORMING hatte er ursprünglich für sich selbst entwickelt, um gesunde Ernährung und Fitness mit seinem Alltag vereinen zu können. Sein persönliches Lebensziel: Gesund, fit und glücklich 110 Jahre alt werden.

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