Körperfett verlieren: Es geht um Deinen Glykogenspeicher und ums Durchhalten!

Ich bin jetzt zwei Stunden vor dem Bildschirm gesessen und habe mir den Kopf zerbrochen, wie ich anfangen soll. Es gibt so viel zum Abnehmen zu sagen, so viele Konzepte, Fakten und Ansätze.

Und dann habe ich mich gefragt, was eigentlich der häufigste Grund ist, daß es nicht funktioniert? Die Antwort ist schrecklich einfach: Nicht durchzuhalten!

Das ist der perfekte Einstiegspunkt, schauen wir uns also an, warum das so ist. Und wie Du es verhindern kannst.

Lesedauer ca. 3:50min

Um Körperfett zu verlieren, ist ein Kaloriendefizit nötig

Diese Erkenntnis ist entscheidend. Egal, wie man es dreht und wendet: Um Körperfett zu verlieren, muß man mehr Kalorien verbrennen, als man zu sich nimmt. Das bedeutet „Kaloriendefizit“. Punkt.

Warum ist das so?

Dein Körper benötigt Energie, um zu funktionieren. Und Kalorien sind ein Maß für Energie aus Sicht Deines Körpers.

Um an Kalorien zu kommen, geht Dein Körper in folgender Reihenfolge vor:

1 | Er bedient sich aus dem, was Du kürzlich gegessen hast.

2 | Wenn es da nichts mehr zu holen gibt, greift er auf seine erste Reserve zurück: Deinen Glykogenspeicher.

3 | Wenn auch der Glykogenspeicher leer ist, bedient er sich bei seiner zweiten Reserve: Deinem Körperfett.

Da wären wir also schon beim ersten entscheidenden Punkt: Erst, wenn Dein Glykogenspeicher leer ist, beginnt die Fettverbrennung.

Dein Glykogenspeicher verteidigt Dein Körperfett!

Was der Glykogenspeicher genau ist, kannst Du bei Interesse super auf Wikipedia nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Glykogenspeicher

Ich persönlich mag ganz einfache Bilder.

Stell Dir Deinen Glykogenspeicher und Dein Körperfett als Personen vor, die Dir Kalorien geben, wenn Du sie brauchst (weil Du Energie brauchst).

Wenn Du alle Kalorien aus Deiner Nahrung verbraucht hast, bittest Du die beiden um mehr Kalorien.

Und so lange, so lange der Glykogenspeicher noch Kalorien für Dich hat, wird er zu Dir sagen: „Nein, nein, laß mal das Körperfett in Ruhe, hier hast Du Kalorien!“

Erst, wenn Dein Glykogenspeicher sagen muß: „Sorry, Alter, meine Kalorien-Reserven sind komplett leer!“, wird er zulassen, daß Du Dich beim Körperfett bedienst.

Und dann erst nimmst Du ab, dann erst verlierst Du Körperfett.

Der Glykogenspeicher als Puffer beim Zunehmen

Sobald Du wieder etwas ißt, werden Dir Glykogenspeicher und Körperfett keine Kalorien mehr geben. Denn Du brauchst ja keine.

Aber mehr noch: Wenn Du mehr ißt, als Du an Kalorien brauchst, wird sich der Glykogenspeicher bedienen. Er füllt seine Reserve so lange auf, bis diese wieder komplett voll ist.

Und wenn jetzt immer noch Kalorien übrig sind, die weder Du selbst noch der Glykogenspeicher brauchen, dann bedient sich das Körperfett, indem es überschüssige Kalorien in seine Reserve packt: Das Fett an Deinem Körper.

Das Resultat: Du nimmst zu!

Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist aber eine andere:

Ja, erst dann, wenn der Glykogenspeicher voll ist, nimmst Du zu.

Dein Glykogenspeicher ist also der Puffer, der zwischen „zu viel essen“ und „zunehmen“ steht.

Du mußt durchhalten, bis Dein Glykogenspeicher leer ist

Um Körperfett zu verlieren, ist es also entscheidend, daß Du mindestens so lange durchhältst, bis Dein Glykogenspeicher leer ist.

Ab dann baut Dein Körper Fett ab, um Kalorien zu gewinnen. Je länger Du in diesem Zustand durchhältst, desto mehr Körperfett verlierst Du.

Ich hoffe, Du merkst, wie dies den Blick aufs Abnehmen generell verändert: Es geht nicht darum, einen gleichbleibenden Dauerzustand herzustellen. Abnehmen ist eine bewußte Mangelernährung für einen begrenzten Zeitraum.

Es geht darum, immer wieder durchzuhalten, bis der Glykogenspeicher leer ist. Und dann so lange wie möglich durchzuhalten, während Körperfett verbrannt wird.

Und das so oft, bis Du alles Körperfett abgebaut hast, das Du loswerden wolltest.

„Brigitte-Diäten“ sind der Feind des Durchhaltens!

Der Begriff „Brigitte-Diät“ steht für Diäten, die ein Kaloriendefizit auf 5-6 (kleine, gefühlt sehr kleine!) Mahlzeiten am Tag verteilen.

Solche Diäten sind ineffizient, weil der Glykogenspeicher sehr langsam geleert wird. Es dauert also lange, bis überhaupt Körperfett verbrannt wird.

Das Problem: Man spürt das Kaloriendefizit auch schon, während der Glykogenspeicher geleert wird. Sehr deutlich sogar. Durchhalten ist extrem hart!

Das Ergebnis: Diäten dieser Art scheitern oft bereits an den ersten beiden Tagen, ohne daß man überhaupt Körperfett verloren hat. Aber jetzt hat man Hunger, ißt mehr, und nimmt im Saldo sogar noch zu.

Die Lösung: Immer wieder gar nichts essen und durchhalten!

Das klingt hart, ich weiß. Daher nennen wir das ab jetzt liebevoll „Intervallfasten“. Intervall = Immer wieder. Fasten = Gar nichts essen.

Das klingt viel besser. Ist aber dasselbe.

Der große Vorteil von Intervallfasten: Du leerst Deinen Glykogenspeicher so schnell, wie es geht. Und damit machst Du es Dir so einfach, wie es nur geht, diese Phase auch durchzuhalten.

Wenn Du also abnehmen willst, dann bleib BESTFORMING treu. Hier findest Du in den kommenden Wochen (Intervallfasten-)Ernährungspläne, Rezepte und alles sonst, was es Dir so einfach, so effizient und so angenehm wie möglich machen wird, Körperfett zu verlieren.

Ab jetzt: Die nächsten 12 Stunden nichts essen

Wenn Du aber genau ab jetzt abnehmen willst, dann hör genau ab jetzt zu essen auf.

Dein erstes Ziel ist es, genau 12 Stunden lang durchzuhalten. Und in dieser Zeit viel zu trinken, was keine Kalorien hat: Wasser, Kaffee und/oder Tee ohne Milch und Zucker.

Egal, wie Deine erste Mahlzeit danach aussieht, versuche, sie bewußt und ganz langsam zu Dir zu nehmen. Du wirst schnell satt werden, nutze diesen Vorteil aus.

Und dann wiederhole das Ganze. Versuch diesmal, 13 Stunden durchzuhalten. Dann 14 Stunden. Und so weiter.

Wenn Du bei 20 Stunden angekommen bist, bleib dabei.

Denn dann bist Du bei einem 20/4-Intervallfasten (IF20/4) angekommen, sprich: Du fastest 20 Stunden und ißt in einem Zeitfenster von 4 Stunden. Was genau, schauen wir uns detailliert an, denn um sich gesund zu ernähren, muß man in diesen 4 Stunden einiges beachten.

Und dann wiederhole dieses IF20/4 so oft, bis Du alles Körperfett verloren hast, das Du verlieren wolltest.

Dr. Benjamin Erhardt Dr. Benjamin Erhardt ist Familienvater, Unternehmer und Statistiker. Den BESTFORMING Lifestyle hatte er zunächst nur für sich selbst entwickelt, um seinen Zeitaufwand für gesunde Ernährung und körperliche Fitness zu minimieren. Sein Lebensziel: Gesund, fit und glücklich 110 Jahre alt werden.

2 Antworten auf „Körperfett verlieren: Es geht um Deinen Glykogenspeicher und ums Durchhalten!“

  1. Kompletter Bullshit, man verbrennt auch Körperfett wenn die Glykogenspeicher nicht komplett leer oder nur annähernd leer sind.
    Ansonsten würde man mit high Carb Diäten nicht abnehmen können.

    1. Du hast völlig Recht. Richtig ist, dass mit komplett leerem Glykogenspeicher die Fettverbrennung MAXIMAL ist, nicht aber, dass keine Fettverbrennung stattfindet, wenn der Glykogenspeicher nicht komplett leer ist. Die Darstellung hier dient der Anschaulichkeit, aber ganz streng genommen ist sie nicht 100% richtig. Kompletter Bullshit aber auch nicht 😉
      Liebe Grüße!
      Dein BESTFORMING-Team

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